Es kommt immer wieder vor, dass Menschen die sich politisch engagieren mit Repression zu kämpfen haben. Damit ihr nicht völlig unvorbereitet an Aktionen teilnehmen müsst haben wir hier einige nützliche Informationen zusammengestellt:

Grundsätzlich

  • Kein Alkohol! Keine Drogen!
  • Keine „versehentlich nicht ausgepackten“ Waffen oder gefährliche Gegenstände!
  • Keine Aussagen bei den Cops!
  • Nichts unterschreiben!
  • Was ist eigentlich ein Ermittlungsausschuss (EA)?

    Der EA sammelt neben allgemeinen Informationen zu Übergriffen, Ingewahrsamnahmen und Festnahmen hauptsächlich die Namen und Geburtsdaten von Verletzten und Fest-/ Ingewahrsamgenommenen. Er hält Kontakt zu AnwältInnen und gewährleistet so, dass die Festgenommenen rechtzeitig einen Rechtsbeistand zur Seite gestellt bekommen. Außerdem versucht der Ermittlungsauschuss herauszufinden, auf welche Wachen und Gefangenensammelstellen (GeSa) die Leute gebracht wurden und den Vorgang dort zu beschleunigen. Darüber hinaus leistet er psychische Hilfestellung, indem er den Betroffenen (auch FreundInnen & Eltern) – wie im übrigen auch der Polizei – bewusst macht, dass die Situation in der Wache/ Sammelstelle auch draußen bekannt ist und sich Leute um die Fest-/ Ingewahrsamgenommenen kümmern.

    Wann solltet ihr den EA anrufen und was solltet ihr sagen?

    Wenn ihr festgenommen werdet: Ihr habt das Recht zu telefonieren! Ruft den EA an und sagt

  • euren Namen und euer Geburtsdatum
  • in welcher Stadt ihr gemeldet seid
  • wann und wo ihr festgenommen worden seid
  • wie die Polizei das begründet, z.B. Unterbindungsgewahrsam oder Verdacht auf Straftat; NICHT: was ihr gemacht habt oder nicht gemacht habt
  • wo ihr festgehalten werdet
  • Wenn ihr etwas über Mitgefangene wisst, die selbst nicht anrufen können, sagt auch ihre Daten durch
  • Meldet auch, wenn andere oder ihr verletzt seid, die Unterbringung menschenunwürdig ist oder ähnliches
  • Wenn ihr Festnahmen beobachtet, versucht die Namen der Betroffenen zu erfahren und an den EA zu melden.

    Vergesst nicht, euch abzumelden, wenn ihr entlassen worden seid.

    Wir empfehlen euch folgende Broschüre:

  • Was tun, wenn’s brennt?!
  • Soltet ihr im Nachhinein Post von Polizei, Staatsanwaltschaft oder sonst einer Behörde bekommen meldet euch bei eurer örtlichen Roten Hilfe.